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3. Mai 2010

Stromtarifrechner vergleichen

Kategorie: Strom – admin – 16:59

Stromtarifrechner: Wer bezahlt am meisten für Strom?

Durchschnittlich lassen sich Strompreise immer recht gut berechnen und auch das Internet bietet dank Stromtarifrechner eine Vergleichsmöglichkeit an. Doch wann bezahlt man mehr für den verbrauchten Strom als in der Statistik angegeben ist? Gibt es Risikogruppen beim Strombezug?

Regionale Unterschiede

Besonders in den neuen Bundesländern sind die Strompreise im Schnitt höher als im Westen. Ein Zwei-Personen-Haushalt in Sachsen bezahlt im Jahr für Strom und Gas 1.425 Euro, es folgen Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 1.408 und 1.394 Euro. In den alten Bundesländern führt das Saarland die Liste der teuersten Stromanbieter an, hier müssen zwei Personen jährlich eine Stromrechnung von 1.356 Euro begleichen. Unterm Strich lässt sich sagen, dass Länder mit geringer Kaufkraft meist mehr für Strom bezahlen müssen. Die einzigen Ausnahmen hierbei sind Bremen und Berlin, die trotz einer geringen Kaufkraft vergleichsweise günstigere Anbieter vorweisen. Das liegt hauptsächlich an der verstärkten Konkurrenzsituation der Unternehmen in Städten, die auf dem Land meist ausbleibt. Hier ist es natürlich auch immer von den eigenen Wünschen abhängig, was für ein Angebot vorgeschlagen wird. Umweltbewusste müssen für den Bezug von Ökostrom generell mehr bezahlen als für herkömmliche Tarife.

Doch anstatt nun in Lethargie zu verfallen und dem jetzigen Stromanbieter bei der Preisgebung zu vertrauen, sollte man sich selbst einmal ins World Wide Web begeben und die Preise vergleichen. Je nach Region variieren die Angebote zwar, trotzdem lässt sich meistens eine Ersparnis von 300 Euro im Jahr erreichen.

Familienstand ist ausschlaggebend

Singles haben einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch als Mehrpersonenhaushalte. Das bekommen sie natürlich auch mit der jährlichen Abrechnung zu spüren. Ein Alleinstehender verbraucht im Schnitt 2.050 Kilowattstunden Strom pro Jahr, wohingegen der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in der Bundesrepublik bei 1.720 Kilowattstunden liegt. Besonders betroffen von dieser finanziellen Belastung sind junge Singles, wie Studenten, oder auch ältere Alleinstehende mit geringem Einkommen durch Rente oder Pension. Gerade hier ist ein Anbietervergleich lohnenswert.

Weitere Sparmaflnahmen

Der günstigste Stromanbieter nützt trotz allem nichts, wenn man weiterhin unkontrolliert Strom verbraucht. Um den eigenen Stromverbrauch zu analysieren, sollte man über einen Tag hinweg einmal die eigenen Gewohnheiten registrieren, da meist viele Kleinigkeiten zusammen kommen, die einem selbst gar nicht mehr auffallen. So bleibt das Handy länger am Ladekabel angeschlossen als es muss und der Computer ist auch dann angeschaltet, wenn man ihn gar nicht nutzt. Und dann gibt es noch die tückischen Standby-Schalter an Geräten wie der Stereoanlage und dem Fernseher, die meist ununterbrochen angeschaltet sind. Es empfehlen sich die Anschaffung von Steckerleisten, um so wenig unnützen Strom wie möglich zu verbrauchen.

Auch der kontinuierliche Abbau von Glühbirnen hin zu Energiesparlampen wird sich noch auf den Verbrauch auswirken. Aber man muss ja nicht warten, bis die derzeitigen herkömmlichen Leuchtmittel versagen, sondern kann bereits jetzt alle Lampen durch energiesparende Alternativen ersetzen. Im Gegensatz zu gängigen Vorurteilen, brauchen Energiesparlampen nicht viel länger als Glühbirnen, um ihre Leuchtkraft zu entfalten, zudem sind sie auch noch langlebiger. Der teurere Preis ist demnach kein k.o.-Kriterium, sondern rentiert sich über die Zeit.