Ein Tipp zum Geldsparen: einfach den Stromanbieter wechseln
Mal ehrlich: Ob Sie im Internet surfen, einen Kaffee kochen oder Ihr Haar fönen – ohne Strom funktioniert in unserem technisierten, auf Maschinenkraft beruhenden Alltag kaum etwas. Strom ist allgegenwärtig, aber dabei so unauffällig, dass wir ihn praktisch gar nicht mehr wahrnehmen. Nur im Falle einer Störung, wenn mal eine Sicherung durchbrennt, wird uns schlagartig wieder klar: „electricity makes the world go round!“
Preisfüchsen winken jährlich Hunderte Euro
Doch was viele vergessen: jede Leistung hat ihren Preis. Diesbezüglich gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Strom ist relativ teuer, je nach Verbrauch, Anbieter und Tarif summiert sich Monat für Monat ein hübsches Sümmchen an persönlichen Kosten. Deshalb ist Strom ein Fall für Schwaben, Sparer und Preisfüchse, denn die werden mit nicht wenig Geld „belohnt“. Strom wird zwar einerseits immer teurer, aber seit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes 1998 gibt es andererseits auch eine immer größere Angebotsvielfalt: aktuell über 1000 Anbieter mit rund 9000 Tarifen. Der Konkurrenzdruck ist da, wer also seinen Anbieter wechselt, hat reelle Chancen, im Jahr Hunderte Euro zu sparen. Wie das geht? Ohne Probleme, den Stromanbieter zu ersetzen, bedeutet kein Risiko: Erstens geht es schnell und unkompliziert, zweitens sind lokale Stromversorger bzw. Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet, in jeden Haushalt Strom zu liefern. Damit ist ausgeschlossen, dass Sie jemals „im Dunkeln sitzen“, selbst wenn Ihr Stromanbieter einmal seine Leistungen einstellen sollte.
Es gibt keinen Grund für teure Tarife
Aus diesen Gründen ist es sehr erstaunlich, dass die deutschen Stromkunden echte „Wechselmuffel“ sind. Man mag es kaum glauben, aber rund zwei Drittel der Bundesbürger sind noch immer im teuren Grundversorgungstarif eines lokalen Anbieters, haben sich also noch nie für einen anderen Stromanbieter entschieden. Unglaublich, oder? Niemand wird gezwungen, kostspielige Produkte zu kaufen … Diese Wechselmuffeligkeit ist rational nicht erklärbar, sonst ist uns Deutschen eine gewisse Discounter-Mentalität ja nicht fremd. Insgesamt ist dieser Sachverhalt allerdings ein Zustand, der sich im Sinne des Verbrauchergedankens ändern sollte, denn bekanntlich besitzen die Konsumenten eine Marktmacht – die sie in diesem Fall zu ihrem eigenen Nachteil nicht ausspielen. Würden mehr Menschen den Stromanbieter wechseln und einen günstigeren Tarif wählen, würden wir alle davon profitieren! Passivität spielt den Stromversorgern in die Hände, nur ein aktives Wechselverhalten führt dazu, dass die Anbieter ihre Preispolitik überdenken und preiswertere Tarife anbieten. Kurz: Ein Versorgerwechsel übt Druck aus und sorgt nachhaltig für einen besseren und günstigeren Service.
So sind Sie ruckzuck startklar
Ein Stromanbieterwechsel ist unkompliziert, vor allem, wenn Sie ein Internet-Verbraucherportal wie Verivox zu Hilfe nehmen. Sie brauchen lediglich den Namen Ihres Versorgers, die Zählernummer, den Zählerstand, Ihre Kundennummer und den gewünschten Liefertermin, schon sind Sie startklar. Übrigens: Ihr persönlicher Stromerbrauch geht aus Ihrer aktuellen Stromrechnung hervor, aus dem Vertrag mit Ihrem Stromversorger die Kündigungsfrist. Der daraus resultierende Kündigungstermin entspricht dem gewünschten Liefertermin des neuen Stromanbieters.
Günstige Tarife wählen, das Kleingedruckte beachten
Zur Ermittlung persönlicher Wunschtarife sind Tarifrechner im Internet hervorragend geeignet. Generell empfehlenswert ist der Onlineservice von Verivox, dem TÜV-zertifizierten Testsieger bei Stiftung Warentest. Schlau ist es trotzdem, mehrere Tarifrechner zum Vergleich heranzuziehen (zum Beispiel von www.strom-pfadfinder.de oder www.energieverbraucherportal.de). Einfach in den Rechner persönliche Daten eingeben, schon werden alle in Frage kommenden Tarife aufgelistet. Abgefragt werden immer der individuelle Jahresverbrauch und die Postleitzahl der Verbrauchsstelle. Bei vielen Tarifrechnern gibt es zudem ergänzende Optionen wie Preisgarantie (ein Jahr ist inzwischen üblich), Zahlungsweise (besser keine Vorkasse, lieber monatlich), Ökostrom (gut für die Umwelt!) oder Neukundenbonus. Achtung: Bei der Auswahl des Wunschtarifes aus der Ergebnisliste nicht nur auf die Kosten achten, auch das Kleingedruckte lesen, vor allem die Details zur Kündigungsfrist. Fällt diese kurz aus, ist die Vertragslaufzeit verbraucherfreundlich. Verträge mit längeren Laufzeiten können jedoch relativ preisgünstig gestaltet sein … Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Ein Liefervertrag mit langer Laufzeit sollte immer ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen enthalten, ansonsten ist der Tarif unseriös. Ebenfalls abzuraten ist von so genannten Strompaketen, denn dahinter verbirgt sich eine „Angebotsfalle“. Der Verbraucher kauft zu Vertragsbeginn eine festgelegte Anzahl von Kilowattstunden zum Festpreis, bekommt aber bei geringerem Verbrauch kein Geld zurückerstattet: der Preis ist nicht alles, Stromsparen wird bei Strompaketen nicht belohnt. Und wer mehr Strom verbraucht, wird „bestraft“, denn die zugekaufte Kilowattstunde ist wesentlich teurer, als die eines herkömmlichen Tarifs.
Lassen Sie andere für sich arbeiten
Dienstleister wie Verivox bieten neben einem Tarifrechner noch einen weiteren, konsumentenfreundlichen Onlineservice an: sie leiten den ganzen Vertragswechsel ein und setzen den neuen Stromanbieter vom Änderungswunsch in Kenntnis. Sie geben nur Ihren Wunschtarif an, alles Weitere wird für Sie erledigt. Es empfiehlt sich deshalb wirklich nicht, einen Vertrag beim bisherigen Versorger selbst zu kündigen, Ihr neuer Stromanbieter übernimmt das gerne für Sie und meldet Sie auch selbstverständlich beim Netzbetreiber um. Schon nach wenigen Tagen erhalten Sie Ihren neuen Vertrag. In diesem wird auch ein verbindlicher Liefertermin genannt. Schon füllt sich Ihr Sparschwein. Einfacher geht’s nun wirklich nicht, oder?